Elf Fragen an die Elf

Der Spielbetrieb im südbadischen Amateurfußball ist zum zweiten Mal für längere Zeit unterbrochen. Zeit um einmal genauer hinter die Kulissen zu schauen. Der Offenburger FV gewährt Einblicke ins Innenleben seines Teams und antwortet gemeinsam auf elf Fragen der Badischen Zeitung…

Wie geht der gesamte Verein mit der aktuellen Corona-Lage um?

In einem Verein wie beim OFV ist immer etwas los. Die Vorstandschaft stellt im Hintergrund die Weichen für die neue Saison. Es gibt auch viele Aufgaben, die trotz Corona anfallen. Diese wollen erledigt sein. Die Mannschaft hält sich, so gut es geht, fit. Wir haben einen vereinsinternen Wettbewerb zwischen der ersten Mannschaft und unserer U12 gestartet. Auch da gibt es Aufgaben zu erledigen.

Welcher Spieler hat die Zeit des Lockdowns genutzt, um seinen Fitnesszustand zu verbessern?

Das wird man erst sehen, wenn wir uns wieder auf dem Platz sehen. Wenn stimmt, was manche Spieler in der WhatsApp-Gruppe posten, darf man freudig gespannt sein. Da sind doch die ein oder anderen sehr ansprechen Laufleistungen zu vermelden.

Bei welchem Spieler hat sich im ersten Lockdown der Fitnesszustand am meisten verschlechtert?

Der ein oder andere Spieler kam etwas "unförmig" aus dem Lockdown. Namen werden keine genannt, aber die Spieler haben schon ein oder zwei Sprüche in der Kabine bekommen.

Was sollte über Trainer Benjamin Pfahler auf keinen Fall in der Zeitung stehen?

Beni ist riesiger Fan von Real Madrid. Er kann auf Spanisch mindestens so gut motivieren wie auf Deutsch.

Wer ist des Trainings Liebling und welche Privilegien genießt er?

Ganz klar: Jonas Pies. Privilegien? Alle! Bei den Freundschaftsspielen hatte er eine Einsatzgarantie. Nach dem Spiel gegen den SV Endingen musste er nicht mal mehr ins Training kommen.

Wenn das Flutlicht ausgeht, wer arbeitet im Verein hinter den Kulissen unermüdlich weiter?

Da muss man viele Namen nennen. Unsere Vorstandschaft ist immer im Dienst. Der beste Physio der Welt schaut, dass immer alle fit sind. Herta und Rolf (Herta und Rolf Leonhardt) sorgen dafür, dass das Gras im Stadion keinem die Sicht versperrt. Die Nordkurve sorgt für den Umsatz unseres Wirtes. Ohne Martin Scheffler wäre kein Spieler spielberechtigt. Platzwart Lothar Heuberger sorgt auch für saubere Trainingskleidung. Unser Zeugwart Brotzi (Christoph Brotz) sorgt mit seinen leicht negativen Ergebnistipps immer für zusätzliche Motivation. Und nicht zuletzt alle, die in unserer riesigen Jugendabteilung tätig sind!

Welche Besonderheit findet sich auf dem Vereinsgelände des Offenburger FV?

Wir haben sowohl in, als auch außerhalb der Umkleide ein Bermuda-Dreieck. Das findet man in dieser Form selten.

Was fehlt in der corona-bedingten Fußballpause am meisten?

Das Aufwärmprogramm von Co.-Trainer Sascha Ruf vermissen wir derzeit doch alle sehr.

Was lief in der bisherigen Saison gut, was nicht?

Es gab nicht so wirklich einen Mittelweg. Die Spiele, die wir gewonnen haben, liefen überzeugend. Bei den drei Saisonniederlagen waren wir nicht auf der Höhe.

Welche Besonderheit weist der teaminterne Strafenkatalog auf?

Hier haben wir eine klare Linie. Mannschaftsinternes darf nicht ausgeplaudert werden.

Gegen welchen Gegner würde der Offenburger FV gerne mal daheim antreten?

Wir hatten schon Duelle mit dem Bundesligisten SC Freiburg, oder dem FC St. Pauli, sogar Borussia Dortmund mit Jürgen Klopp und der damals amtierenden Pokalsieger Eintracht Frankfurt waren schon hier. Interessant wäre eine Partie gegen einen ambitionierten Zweitligisten, wie in der kommenden Saison zum Beispiel Schalke 04.

(Quelle: Badische Zeitung)